Vítězslava Kaprálová

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Sie galt als grosse Zukunftshoffnung in der Musikszene der Ersten Tschechischen Republik und vertrat ihr Land beim Londoner Treffen der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik 1938. Bohuslav Martinů wurde in Paris zu ihrem Lehrer – und Geliebten. Den Schriftsteller Jiří Mucha heiratete sie nur kurz vor ihrem Tod, mitten in den Wirren eines besetzten Frankreichs auf der Flucht vor den deutschen Truppen. Soweit zu den Fakten. Zwischen den Diktaturen und zwischen den Traditionen der Musikgeschichtsschreibung (über Frauen) gingen einige Deutungen zur zur Musik und zum Leben und Sterben der geniehaft Begabten verloren. Der Band macht sich auf die Suche nach ihnen.

(c) Christine Fischer

»Zum Umgang mit weiblichem ›Genie‹: Alte und neue Kaprálová-Bilder«,

in: Christine Fischer (Hg.), 

Vítězslava Kaprálová (1915–1940). Zeitbilder, Lebensbilder, Klangbilder

(= Zwischentöne 2),

Zürich: Chronos, 2017, 91–113

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