Cesarina Ricci de' Tingoli

 

Vom Dunkel in's Licht –

zu Musik und Biographie einer der ersten Frauen, die ihre Musik veröffentlicht hat

Über Cesarina Ricci de' Tingoli war wenig bekannt – ausser das sie 1597 unter eigenem Namen eine Madrigalsammlung veröffentlichte. Vom einzig erhaltenen Stimmensatz dieses Druckes, waren jedoch nicht alle Bücher überliefert.

Eine handschriftliche Tabulatur eines ihrer Madrigale aus der Staatsbibliothek München machte es möglich, dieses Stück gänzlich zu rekonstruieren und die anderen entsprechend diesem Vorbild zu ergänzen. Und einige biographische Details konnten bei Archivrecherchen in Rimini und Rom ans Licht gebracht werden. 

So gewann durch die Recherchen zu meiner Magisterarbeit an der Ludwig-Maximilians-Universität München eine der ersten Frauen, die Musik unter ihrem Namen im Druck veröffentlicht hat, deutlich an Kontur.

Veröffentlichungen:

 

»›non suole Apollo sprezzar le Muse‹ – Annäherungen an Cesarina Ricci de’ Tingoli«, in: Schweizer Jahrbuch für Musikwissenschaft NF 19 (1999), S. 151–195 

»Ricci de’ Tingoli, Cesarina«, in: The New Grove Dictionary of Music and Musicians, hg. v. Stanley Sadie, Bd. 21 Recitative to Russian Federation, London: MacMillan, (2)2001, S. 322

»non suole Apollo sprezzar le Muse« – Cesarina Ricci de Tingoli als Komponistin des ausgehenden Cinquecento, 2 Bde., [masch.], Magisterarbeit Ludwig-Maximilians-Universität München, 1996